Björn Siller

Es ist kein Vertrösten auf ein irgendwie geartetes Später. Es ist die Gewissheit, dass nicht das menschlich Mächtige siegt, sondern das Grundsätzliche, das Leben selbst. Das ist für mich die Botschaft des Senfkorns, die heute (Mo. 17. Woche, Jhkrs.) im Tagesevangelium verkündet wird.

Mag es auch wirklich so aussehen, als ob irgendwelche lauten und holen Kräfte siegen, mag es so aussehen als ob Glaube, Liebe und Hoffnung, als ob Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit keine Kraft haben – die Angst, dass das Böse siegt ist einfach falsch. In jenem Moment in dem wir dem Senfkorn Liebe, dem Senfkorn Leben, Barmherzigkeit, Nächstenliebe etc. eine Chance geben, es zulassen, wendet sich das Blatt. Dessen bin ich mir sicher! Jeden Tag auf ein Neues. Trotz den Erfahrungen, die ich, die jeder von uns Tag für Tag macht.

Aktuell denke ich, dass die einzige Chance die Kirche zu retten sich darin befindet sich auf die Ideen und Ansätze der OrdensgründerInnen und damit auf ein Jesus durchwirktes Leben zu konzentrieren. Hier finden sich eventuelle Antworten auf die wirklichen Probleme.

Die Ausrichtung der Orden auf die ganz persönliche Seelsorge war schon immer die Stärke des Christentum. Und hier haben die Ordensgemeinschaften seit Jahrhunderten die zentralen Aufgaben geleistet. Sie waren es, die sich nicht mit Strategien und Systemen aufgehalten haben sondern das Beziehungsgeschehen Jesus – einzelner Mensch im Wort und Tat gelebt haben. Ordensleute zeigen uns noch heute, in ihrem Handeln und Reden, welch lebensverändernde und lebensbejahende Kraft darin steckt, sich auf Jesus Christus einzulassen.

Ein erstarken des Christentums muss ganz zentral bei jenen beginnen, die das Christentum Verkündigen sollen. Auch hier kann das Ordensleben Vorbild sein. Einmal (Pater Nikodemus hatte das schon mal aufgegriffen) darin, dass wir das „Profil“ des Priesters (eventuell wieder) stärker in Verbindung mit dem Lebenskonzept der Ordensbrüder bringen (nicht nur Ehelosigkeit, sondern auch Armut und das Konzept der spirituellen Durchwirkung des Alltags, etc.). Zum Zweiten, dass wir alle MitarbeiterInnen darin befähigen (ausbilden und dann auch konzeptionell unterstützen) in einem noch stärkeren geistlichen Leben, das mehr denn je vom Konzept des „Dienstes“ her gedacht wird, zu leben und damit auch zu arbeiten. Zum Dritten, dass wir endlich ernst nehmen, was sich hinter der „Idee“ des Apostolates versteckt und dies nicht nur respektieren sondern aktiv fordern und fördern.

„An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids wieder auf und bessere ihre Risse aus, ich richte ihre Trümmer auf und stelle alles wieder her wie in den Tagen der Vorzeit“ (Am 9,11)

Dieser Bibelstelle erinnert daran, dass Gott kein Schlaraffenland geschaffen hat und auch nicht wollte, sondern eine Schöpfung, in der es gilt zu leben. Unsere Welt ist nicht per se heil, viel mehr ist Heil das Ziel, das es anzugehen gilt, was uns aber von Gott nicht verweigert, sondern versprochen wird. 

Damit zeigt sich auch, dass die Frage „Warum lässt Gott das zu?“ wenn es um Gewalt, Hass und vom Menschen verursachte Vernichtung geht, zu kurz greift. Vielmehr stellt sich auch die Frage, warum lassen wir es selbst soweit kommen, dass die „Hütte Davids“ zerfallen ist? 

Ist also nicht die Frage nach dem Bösen in dieser Welt eine Frage, die auf uns selbst verweist? Zeigt sich doch immer wieder, dass die Verantwortung für das Böse (nicht nur in der reinen aktiven Tat) bei uns liegt und dass es keine Chance gibt einen anderen Schuldigen zu finden. 

Darauf folgt oft und ganz schnell die Reaktion: „Was kann ich schon als Einzelner tun?“. Manchmal erscheint gerade diese Frage, und zwar in dem Moment, wo der Einzelne an dieser Frage stehen bleibt und nicht weiter geht, eher als eine Ausrede, um eben nichts zu tun, um sich in das jeweils selbst gebastelte Schneckenhaus zu verziehen. „Mag das Haus Davids zerfallen, ich habe mich in meinem Eck gut eingerichtet.“

Gott bietet – so sieht es der Propheten Amos – Rettung an, selbst in der schwersten Not und im tiefsten Unsinn. Nennen wir es Hoffnung, nennen wir es die Möglichkeit einer neuen und tieferen Beziehung zwischen dem einzelnen Menschen und Gott. Das ist möglich durch das, was Gott uns geschenkt hat: Unsere Person, unseren Verstand unsere Fähigkeit in aller Freiheit aufzustehen und Entscheidungen zu treffen, die grundsätzliche Annahme jedes Menschen als Gottes Ebenbild. 

Daher stellt sich selbstverständlich die Frage, was der einzelne Mensch tun kann. Ich denke es fängt damit an, ausgehend von der Botschaft Christi Entscheidungen zu treffen, für etwas einzustehen. Amos benennt die Entscheidung in Vers 9, 15 recht schlicht, klar und entscheidend, aber sieht sie als einzige mögliche Grundlage und damit Grundhaltung, die alles Handeln begründen muss: „der Herr, dein Gott“!

Jetzt, wo wir in Deutschland einen gewissen Moment der Krisenentspannung haben wäre es doch wichtig einmal nachzudenken, was alles war. Was ging gut, was lief falsch, wo haben wir versagt.

Um „die“ Kirche ist es ruhig geworden. Das Beste was hier gerade noch geschieht ist, dass es Kreise gibt, die sagen „da lief was falsch“ in der Krise. Doch statt diese Kritiker pauschal abzulehnen und sich zu brüsten mit einzelnen Handlungen wäre es doch sinnvoll sich hinzusetzten und nachzudenken.

Gerade die katholische Kirch hat in ihren Kreisen einen starken Digitalisierungsschub erlebt. Doch während Livestream und YouTube-Predigten anwuchsen veränderte sich das Denken nicht, oft genug gab es den alten Wein in neuen – oft sehr schnell, aus altem Stoff genähten – neuen Schläuchen. Wie gehen wir hier in Zukunft damit um? Wie schaffen wir es, veraltete Reaktionen und lähmende Systeme zu überwinden und jetzt, solange noch Gelder da sind, uns umzustellen, auszubilden, wieder auszurichten?

Oder in der Seelsorge. Im Verborgenen, an einzelnen Orten blühte sie auf. Doch viel zu oft verschwanden Hauptamtliche – Laien wie Priester – in der Versenkung, versteckten sich hinter Regeln und Anweisungen. Können wir daraus nicht lernen? Können wir nicht eventuell auch aus den Seelsorgeerfahrungen in der Krise, gerade bei unseren europäischen Nachbarn Italien, in die Schule gehen. Das Gute, das dort auf so manch einen vertrockneten Boden stieß als Impuls annehmen?

Oder wie ist das mit der Seelsorge in ganz besonderen Lebenslagen? In Gefängnisse, Krankenhäusern und Altenheimen? Wie sind wir da präsent gewesen? Auch dort, einzelne großartige Glaubenszeugen, die ihren Dienst übernommen haben, bis hin zur freiwilligen Bereitschaft zur Quarantäne. Was können wir daraus lernen? Wo können wir mehr tun, wo müssen wir unsere Prozesse verändern, wo hätten wir eventuell „als Kirche“ lauter reden müssen?

Das ist ein Satz, eine Aussage, die in manchen Kreisen gerne verwendet wird, um auszudrücken, dass nichts vorwärts geht in der Kirche.

Einmal abgesehen davon, dass es „die“ Kirche nie gab und gibt, denn sie ist keine irgendwie geartete Größe mir gegenüber, fasziniert mich die Überlegung, was der Satz denn aussagen würde, wenn wir ihn einmal als einen positiven Impuls nehmen würden.

Wie wäre es, wenn wir all unser Denken, und das sich anschließende Reden und Handeln genau in diesen Kontext stellen würden, in jenen der Jahrhunderte?

So manche indigenen Völker redeten davon, dass eine Tat nur gut ist/war, wenn sie zum Wohle der sieben nachfolgenden Generationen ist, oder zumindest nicht zum Nachteil dieser gereichte.

Und die Bibel mahnt doch an, dass alles Handeln in einem Kontext der Generationen zu stehen hat. Ob bei Ezechiel mit „Die Väter essen saure Trauben und den Söhnen werden die Zähne stumpf?“ (Ez 18 ff. mit einer spannenden Diskussion dazu), oder bei dem sehr zu diskutierenden „Generationenvertrag“ in 1 Tim 5, oder bei der Erinnerung an die Folgen von Schuld oder Fehlern bis in die nächsten Generationen hinein (vgl. Ex 20,5b).

Daher würde es uns heute nicht guttun, dass wir tagtäglich den Balanceakt vollführen zwischen schnellen Reaktionen und reflektiertem Nachdenken? Seit Jahrzehnten erleben wir doch Tag für Tag, dass Handlungen, die allein auf ein enges und übersichtliches Zeitfenster ausgerichtet waren und sehr schnell dann auf die Füße fielen. Und trotzdem rufen wir bei allen Themen nach einem schnellen Wandel und wundern uns, dass es dann Probleme gibt, oder dass sich die Aktionen als Vordergründig herausstellen.  

Es geht nicht darum, sich gegen einen Wandel auszusprechen. Es geht nicht darum einem Stillstand und einem Vormarsch der Bedenkenträger und Ewiggestrigen Vorschub geleistet werden, sondern einer gewissen Entschleunigung allen Tuns. Es geht darum endlich nicht mehr den Entwicklungen nachzurennen, sondern selbst für Veränderung zu sorgen. Gerne unter dem gerade beliebten Wort „Nachhaltigkeit“.   

Bisher nutzen die Schlagworte Nachhaltigkeit, Entschleunigung, Innehalten, Reflexion, Werteerhalt, ganz oft und sehr laut, entweder die „Gestrigen“ in Politik, Gesellschaft oder Kirche rechtsgerichtete, konservatorische, evangelikale Gruppen oder ihre radikalen Gegenstücke auf der fälschlicherweise als „liberal“ bezeichneten „Seite“ des Spektrums. Damit werden diese Punkte in ein ungutes Licht gerückt. Das muss nicht sein, haben wir, gerade die christliche-katholische Tradition, da nicht ungemein viel zu bieten? 

Es geht weiter. Die Jünger haben erkannt, dass es auch ohne Jesus eine Gemeinschaft geben muss. Sie wurden gestärkt vom Vermächtnis, von der Erkenntnis und der Erfahrung, dass das, was Jesus gelehrt hat, nicht die Richtigkeit verliert, nur weil er nicht mehr da ist. 

Die Folge daraus ist, und da hat Lukas das wunderbar komponiert, nach der eigenen Erfüllung, nach der eigenen Berufung, nun aufzustehen und – ganz sichtbar – die Türen aufzureißen und nach draußen zu gehen. Nach der Zeit der Angst und Unsicherheit ist klar, jetzt müssen die Jünger „auf die Straßen“ und davon erzählen.

Und Petrus tut das hier. Das ist ein Petrus der irgendwie gereift erscheint, gefestigt. Während der in den Evangelien der verratende und der empfangende Petrus ist, wird er hier der weitergebende Petrus. Er predigt. Er legt das Ereignis aus, er legt die Schrift aus. Was er genau sagt, das bleibt unklar. Aber interessant ist, dass gerade Petrus, der in den Evangelien oft genug das Falsche sagte, hier so spricht, dass er die Menschen „mitten ins Herz“ trifft. 

Das Lebenszeugnis dieser Männer, die Ereignisse und die Worte müssen hier eine Situation schaffen, die anspricht. Vergessen wir die Zahl, achten wir darauf, was Lukas sagen will: Die Botschaft ist nicht tot, sie wird weitergetragen, von Menschen, die diese Botschaft leben. Ganz als Menschen.

Dass dies nicht einfach ist, davon berichten die Geschichten in der Apostelgeschichte und in den anderen Texten des Neuen Testamentes. Aber gerade diese Schwierigkeit, dieses kämpfen (was manche mit dem Tod bezahlten), um in der Botschaft zu leben, das motivierte die Menschen, den neuen Weg mitzugehen.

Und so stellt sich mir die Frage, wie eine Kirche, wie Priester, wie Menschen die ihre Berufung und/oder ihr Apostolat leben, sein muss/müssen, dass sie andere Menschen zum „brennen“ bringt/bringt. Und wenn dies nicht der Fall ist, ist es dann eine Kirche im Sinne jener Gemeinschaft am Anfang? 

Jetzt soll es dann wieder losgehen. Endlich wieder öffentliche Gottesdienste. Aber nur unter Einhaltung von Regeln. Zugangsbeschränkung, kleine Gruppen, Abstandsregel, keinen Gesang, …

Und schon regt sich Widerstand: Es sei, angesichts der Lage, nicht geboten Gottesdienste zu feiern. Diese Grundthese wird, stark vertreten von einigen Priestern, untermauert mit recht spannenden Aussagen und Behauptungen.

Eine These finde ich sehr spannend. „Gottesdienste sollten wir aktuell unterlassen, da aufgrund der Zugangsbeschränkungen, die Gefahr besteht, dass Besucher nicht teilnehmen dürfen“. Nun gilt zumindest in BaWü die Regelung, dass die Zugangsbeschränkung abhängig ist vom Feierort.

Und auch wenn ich, da ich meist nur in eine Kirche gehe, einen einseitigen Blick auf die Besucherzahlen habe, so erlaube ich mir die These aufzustellen, dass die genannte Aussage von einer Gemeindesituation ausgeht, die es nur (noch) in den seltensten Fällen gibt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier eine Diskussion geführt wird, die mehr als je zuvor in einem volkskirchlichen Denken verhaftet ist. Das verwirrt mich, da diese Diskussionen von jener Seite geführt wird, die sich als „links“ oder „liberal“ bezeichnet.

Ist das wirklich unser Problem? Zu viele Gottesdienstbesucher?

Am heutigen (Freitag der Osteroktav) wird das Evangelium aus dem Johannesevangelium gelesen. Es ist die Stelle Joh 21, 1-14; Jesus erscheint den erfolglos fischenden Jüngern am See und motiviert sie noch einmal die Netze auszulegen. Die zentrale Stelle, sozusagen das Evangelium im Evangelium des Tages, findet sich aber im Hauptsatz des ersten Satzes des Verses 4. Zusammengefasst steht da: Jesus stand am Ufer! Oder wenn das nochmal verkürzt wird: Jesus ist da! Mehr braucht es nicht an Information. Mit dieser Botschaft können wir uns entspannen. Aber nicht zurücklehnen, das zeigt sich, wenn der Vers 4 weiter gelesen wird. Auf die Botschaft folgt Aufforderung. Wenn Jesus Fragen stellt, dann will er, dass sich was verändert, angefangen im Kopf (die Bibel würde vom Herzen sprechen), in der Grundhaltung und daraus heraus an und in der Tat.

Und in diesem Sinne: Startet gut in die nächsten Tage. Mit Gott ändert sich das Virus und die aktuellen Probleme nicht, aber wir können sie positiv nur mit ihm meistern.

„Der Heiland lebt, er ist nicht tot,
er ging hervor beim Morgenrot
aus finstern Grabesbanden.
Die Engel Gottes tun es kund“
(Wilhelm Engelhardt)

Wir stehen vor der Bedeutungslosigkeit als Kirche, als Institution.“ – so sagt Pater Hagenkord SJ heute (10.04.2020) in einem Podcast-Interview. Und er führt weiter aus, dass das dem widerspricht, was Kirche aber sein könnte.

Dieser Aussage kann ich voll und ganz zustimmen; Rational! Emotional muss ich sagen, dass ich das nicht begreifen kann. Als Gläubiger Christ stehe ich heute vor dem Kreuz und spüre, je erfahre an meinem Leben, dass das was wir heute feiern eben alles andere als Bedeutungslos ist. Das, was wir feiern, geht alle Menschen an und rein theoretisch muss sich jeder Mensch in eine Position dazu stellen. Nicht nur ablehnen und/oder übersehen, sondern eine Aussage dazu treffen. Eine Aussage zur Hoffnung, Liebe, Menschlichkeit zu treffen, dass es da ein Mehrwert des Lebens gibt. Und dieser Mehrwert lässt sich in diesen Tagen erfahren.

Die rationale Ebene stößt an diesem Tag, mehr denn ja, auf eine Glaubensebene; Ratio und fides treffen sich und so ist Karfreitag für mich (auch) wieder ein Tag, gerade im Blick auf die aktuelle Lage, der mir fragen stellt, mich anfragt; Wie hälst du’s mit der Religion?

Manchmal kommt mir nur die Frage, ob sich unsere Verantwortlichen und WortführerInnen auch in diese Frage stellen.

Wie überwinden wir das Böse? Indem wir es vergeben ohne Ende. Wie geschieht das? Indem wir den Feind sehen als den, der er in Wahrheit ist, als den, für den Christus starb, den Christus liebt.

Bonhoeffer, Dietrich; Illegale Theologenausbildung: Sammelvikariate 1937-1940, DBW Band 15, Seite 469f.

Für eine Publikation habe ich einige Filme besprechen dürfen. Ein Film, den ich ausgesucht habe dazu hieß: „Der Unbekannte“. Dabei handelte es sich eher um eine Weihnachtsgeschichte. Am Weihnachtsabend klopft es an der Tür eines Klosters. Die Brüder sind beim Essen und laden den Gast, der angeklopft hat zum Essen ein. Sie machen ihm Platz, bieten ihm Essen an. Sie handeln, wie der Herr es fordert. Sie geben ihm einen Ort zum Bleiben, sie geben ihm Essen und Trinken und – als sie sehen, dass seine Hände verbunden sind – wollen sie auch seine Wunden säubern und neu verbinden.

Doch unter dem Binden zeigen sich Wunden an eben jenen Stellen, die Jesus auszeichnen. Die Sehenden können es nicht glauben, der eine blinde Bruder, tastet das Gesicht des Buchers ab und erkennt: Es ist der Herr!

Allen ist es klar, wer da in ihrer Mitte Platz genommen hat. Doch sie sind überfordert, sie kommen damit nicht zurecht – und sie bitten den Gast zu gehen!

Heute feiern wir den Einzug Jesu in Jerusalem. Es ist wieder ein Fest das ganz im Zeichen der Ankunft Gottes auf Erden steht. Es ist wieder ein Fest, das ganz im hier und jetzt, die Zukunft in den Blick nimmt. Das Ziel ist die Ankunft des Herrn, das Ziel ist der Anbruch des Reiches Gottes, an dem wir – im besten Falle – ja arbeiten.

Der Film begleitet mich seit Wochen. Er ist so einfach und schlicht und ja, die Mönche sind mir gerade auch in dieser Überforderung Sympathisch. Aber ich weiß auch, dass das nicht die Antwort sein kann, die wir dem Herrn geben können. Daher ist für mich auch an diesem Tag, an dem wir so ganz lebendig die Anwesenheit Jesu Christi in unserer Mitte erflehen und in Zeiten von Corona vermissen, die einzige Frage die zählt: Sind wir bereit? Wie ist unser Stand der Dinge in Sachen Messias?

Dabei geht es nicht darum, dass wir uns irgendwie kampfbereit machen. Denn auch diese Bereitschaft, die Ankunft des Herrn zu erleben und zu ertragen dürfte schlussendlich Gnade sein. Es geht doch mehr darum ob wir es zulassen, oder?