Wer bin ich?

Mein Name ist Björn Siller und nach meinem Studium der Theologie und Erziehungswissenschaften bin ich aktuell als kirchlicher Mitarbeiter tätig, genauer ich kümmere mich – in aller Weite der Tätigkeitsbeschreibung – um Medien für den Religionsunterricht.

Trotz der sich daraus ergebenden Veränderung meines Lebensweges bin setze ich mich mit der Frage nach der priesterlichen Berufung auseinander. Nach einer langen Phase des Prüfens und Fragens traute ich mich 2016 in ein Priesterseminar einzutreten, was aufgrund verschiedenen Punkten eher unklug war. Nun gilt es neu – ausgehend von den traurigen Erfahrungen von 2016-2019 – meinen Weg neu zu prüfen und zu ordnen.

Was bedeutet das?

Vor vielen Jahren hatte ich eine Ahnung, die mich dazu geführt hat meinen bis damals „normalen“ Weg abzubrechen und eine neue Richtung einzuschlagen. Dieser neue Weg führte mich in das Spätberufenenseminar in Sasbach. Dort holte ich mein Abitur nach und lernte mehr als nur den Abistoff. Darunter auch Erfahrungen anzunehmen, die ich mit Gott gemacht hatte. Leider oder zum Glück war die Zeit noch nicht so weit um nach dem Abitur in ein Priesterseminar einzutreten. Vielmehr sollten es noch viele Jahre der Wanderung geben bis ich nun mit einen großen Umweg über Rom in Deutschland in der kirchlichen Ausbildung gelandet bin. Dort habe ich dann am eigenen Leibe erfahren, was das in der heutigen Zeit ist, eine „kirchliche Ausbildung“.

Ich bin ein Mensch der in verschiedenen Formen erlebt hat, wie der Ruf Gottes wirken kann und wie er einen leiten und führen kann: Im Gebet, in Impulsen, in Menschen die mir begegnet sind und die mich begleitet haben. An mir und meinem Leben ist der Spruch anwendbar der auch fast abgedroschen wirkt: „Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade“ (P. Claudel; Der seidene Schuh).

Zur Seite:

Die Seite befindet in einem dauerhaften Zustand des Aufbaus, im Bezug auf Gestaltung und Themen, aber auch im Bezug auf Texte und Beiträge, denn sie bleiben ganz oft nicht so, wie sie beim ersten Mal geschrieben wurden, denn ich entwickle mich und damit auch meine Gedanken, Fragen und Antwortversuchen.

Meine Beiträge handeln von Themen rund um die Kirche, meinem Glauben und Spiritualität und es geht um meine Neugierde und mein Interesse rund um gesellschaftliche, politische, literarische Themen – denn die Beschäftigung endet damit nicht an der Eingangstür des Hauses.

Ich frage mich bei allen gesellschaftlichen und politischen Themen, wie ich diese aus christlicher Sicht – aus der Sicht des Evangeliums und ganz speziell der katholischen Lehre – verstehen kann bzw. welche Meinung ich zu den einzelnen Themen finden kann, denn ich bin der Meinung, dass die Kirche und ihre Mitarbeiter sich zwar nicht einmischen dürfen in laufende politische Themen aber doch eine Pflicht haben den Blickwinkel auf die Politik und das Geschehen aus der Sicht des Evangeliums aufzuzeigen. Somit sind diese Texte zu großen Teilen, Texte des Nachdenkens, nichts fertiges, Gedanken, also Momente, an denen eventuell viele stehen bevor sie zu einem Ergebnis kommen.

Ich liebe Bücher: Es gibt für mich wirklich eine „Droge“ und die ist das geschriebene Wort. Bücher, Bücher Bücher – ich liebe sie, egal ob Roman, Literatur, Krimi, Sachbuch oder Bildband, ja auch gute Kinder- und Jugendbücher und gerne auch mal so manch einen Asterix – Band habe ich im Regal stehen und habe ich gelesen. Aber auch das vergängliche Wort; also Zeitschriften, Zeitungen und Magazine gehören zu meinem täglichen Lesepensum. Davon rede ich andauernd und somit werde ich auch davon schreiben.

Warum mache ich das?

Seit vielen Jahren bin ich im Netz unterwegs, Facebook war der Anfang, heute sind es verschiedene Plattformen von Social Media. Ich lese digitale Zeitung und konsumiere Nachrichten aus verschiedenen Kanälen und ich bin ganz klar der Meinung: Überall wird zuwenig über den christlichen Glauben erzählt, aber ganz besonders im www. Es fehlt das Erzählen, das Berichten über das, was der Glaube ist, wie Religion und Spiritualität das Leben verändern kann und auch welche Zweifel ein Christenmensch haben kann – ohne daran zu verzweifeln und ohne die Lehre der Kirche zu verteufeln. Reden von und über Gott, über Glaube & Vernunft und eine Umsetzung in ein Tun, das sind einige der Marker, an denen Christen und insbesondere jene Menschen, die sich in die dienende Nachfolge Christi stellen, erkannt werden sollten. Dabei genügt es nicht mehr nur in den Kirchen und über die klassischen Kanäle. Und auch deshalb gilt: Nein, wir dürfen das WWW nicht allein jenen überlassen, die negativ über das Christentum reden oder die Hass und Unfrieden hier schüren. Deshalb mache ich das – und weil ich denke, dass man auch an mir sehen kann, dass es verschiedene Wege hin zu Gott geben kann.