About me

Mein Name ist Björn Siller und nach meinem Studium der Theologie und Erziehungswissenschaften bin ich aktuell als Referent im Erzbischöflichen Seelsorgeamt des Erzbistum Freiburg tätig. Bisher in der Rolle einer Krankheitsvertretung (bis Juli 2020) und ab August darf ich eine neue Aufgabe übernehmen.

Diese Arbeiten waren so nicht geplant. Mein Lebensweg war anders geplant. Aber aus verschiedenen Gründen muss ich den geplanten Lebensweg unterbrechen. Trotzdem setzte ich mich weiterhin mit der Frage nach der priesterlichen Berufung auseinander. Lange Jahre des Fragens und Prüfen haben mir gezeigt, dass ich berufen bin zum priesterlichen Dienst als geweihter Priester. Im Jahr 2016 nahm ich das voll und ganz an und trat in ein ein Priesterseminar ein, was aber wahrscheinlich wirklich ein Fehler war. Nun versuche ich als Theologe einen Teil meines Apostolates zu leben und die Erfahrungen der der Jahre 2016-2019 zu verarbeiten und damit meinen Weg neu zu ordnen.

Berufung spüren?

Vor vielen Jahren hatte ich eine Ahnung, die mich dazu geführt hat meinen bis damals „normalen“ Weg abzubrechen und eine neue Richtung einzuschlagen. Dieser neue Weg führte mich in das Spätberufenenseminar in Sasbach. Dort holte ich mein Abitur nach und lernte mehr als nur den Abistoff. Darunter auch Erfahrungen anzunehmen, die ich mit Gott gemacht hatte. Leider oder zum Glück war die Zeit noch nicht so weit um nach dem Abitur in ein Priesterseminar einzutreten. Vielmehr sollten es noch viele Jahre der Wanderung geben bis ich nun mit einen großen Umweg über Rom in Deutschland in der kirchlichen Ausbildung gelandet bin. Dort habe ich dann am eigenen Leibe erfahren, was das in der heutigen Zeit ist, eine „kirchliche Ausbildung“. Trotz einer Berufung ist es mir aktuell nicht möglich dieser nachzugehen.

Ich bin ein Mensch der in verschiedenen Formen erlebt hat, wie der Ruf Gottes wirken kann und wie er einen leiten und führen kann: Im Gebet, in Impulsen, in Menschen die mir begegnet sind und die mich begleitet haben. An mir und meinem Leben ist der Spruch anwendbar der auch fast abgedroschen wirkt: „Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade“ (P. Claudel; Der seidene Schuh).

Zur Seite:

Die Seite befindet in einem dauerhaften Wandel. Hier lerne ich einmal ganz technisch gesehen, was man alles so machen kann. Der Inhalt passt dazu, denn er besteht aus Überlegungen, Gedanken, Momentaufnahmen, die auch nachdem sie gepostet sind verändert werden können. Die Beiträge bleiben ganz oft nicht so, wie sie beim ersten Mal geschrieben wurden, denn ich entwickle mich und damit auch meine Gedanken, Fragen und Antwortversuchen.

Meine Beiträge handeln von Themen rund um die Kirche, meinem Glauben und Spiritualität und es geht um meine Neugierde und mein Interesse rund um gesellschaftliche, politische, literarische Themen – denn die Beschäftigung endet damit nicht an der Eingangstür des Hauses.

Ich frage mich bei allen gesellschaftlichen und politischen Themen, wie ich diese aus christlicher Sicht – aus der Sicht des Evangeliums und ganz speziell der katholischen Lehre – verstehen kann bzw. welche Meinung ich zu den einzelnen Themen finden kann, denn ich bin der Meinung, dass die Kirche und ihre Mitarbeiter sich zwar nicht einmischen dürfen in laufende politische Themen aber doch eine Pflicht haben den Blickwinkel auf die Politik und das Geschehen aus der Sicht des Evangeliums aufzuzeigen. Somit sind diese Texte zu großen Teilen, Texte des Nachdenkens, nichts fertiges, Gedanken, also Momente, an denen eventuell viele stehen bevor sie zu einem Ergebnis kommen.

Ich liebe Bücher: Es gibt für mich wirklich eine „Droge“ und die ist das geschriebene Wort. Bücher, Bücher Bücher – ich liebe sie, egal ob Roman, Literatur, Krimi, Sachbuch oder Bildband, ja auch gute Kinder- und Jugendbücher und gerne auch mal so manch einen Asterix – Band habe ich im Regal stehen und habe ich gelesen. Aber auch das vergängliche Wort; also Zeitschriften, Zeitungen und Magazine gehören zu meinem täglichen Lesepensum. Davon rede ich andauernd und somit werde ich auch davon schreiben.

Warum mache ich das?

Ich will lernen, ich will Diskussion und lade dazu ein; zur seriösen Diskussion. Warum ich das hier mache? Weil ich der Meinung bin, dass das Internet nicht irgendein fremder Ort ist sondern ganz direkt zu unserem Alltag dazu. Wer davon träumt, dass wir unser Leben auf irgendein geartetes Live-Leben reduzieren können, der hat die digitale Transformation nicht verstanden. Egal wie man zu manchen Prozessen steht, wir können sie nicht verhindern sondern allein gestalten. Daher beschäftige ich mich seit Jahren mit den Möglichkeiten des Netzes. Die Plattformen ICQ und Co waren der Anfang, Google und Wikipedia, Facebook kamen dazu und heute beschäftige ich mich mit vielen verschiedene Plattformen von Social Media. Aber da bleibe ich nicht stehen: Ich lese digitale Zeitung und konsumiere die Kommunikationsmöglichkeiten des Netzes, ja ich will mich da ein bringen und im besten Sinne ein Prosumer werden.

Was ich in der digitalen Welt gelernt habe: Überall wird zu wenig über den christlichen Glauben erzählt, aber ganz besonders im www. Es fehlt das Erzählen, das Berichten über das, was der Glaube ist, wie Religion und Spiritualität das Leben verändern kann und auch welche Zweifel ein Christenmensch haben kann – ohne daran zu verzweifeln und ohne die Lehre der Kirche zu verteufeln. Reden von und über Gott, über Glaube & Vernunft und eine Umsetzung in ein Tun, das sind einige der Marker, an denen Christen und insbesondere jene Menschen, die sich in die dienende Nachfolge Christi stellen, erkannt werden sollten.

Dabei genügt es nicht einfach irgendwelche Plattformen und Angebote zu nutzen. Nein, es gilt vielmehr gestaltend und als Player (der sich damit auseinandersetzt) das WWW nicht allein jenen zu überlassen, die negativ über das Christentum – ja über Menschen, Menschengruppen etc. – reden und die Hass und Unfrieden hier schüren.

Daher bin ich hier unterwegs und will zeigen: Katholischer Glaube bietet die Möglichkeit ein Leben im Hier und Jetzt zu leben das eben dank sei Gott eine andere Qualität/Ausprägung haben kann.

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