13 Gedichte

Da gibt es wirklich nicht viel zu sagen: einfach kaufen, lesen und Freude finden.

Oliver Wurm hat mit diesem Magazin (das, so die Einführung kein Unikat bleibt) ein Lesevergnügen geschaffen. 13 klassische Gedichte mit Kommentierungen und 13 moderne Gedichte umfasst dieses Heft.

Wurm und seine Mitstreitenden hegen mit diesem neuen Magazin ein kleines zartes (hoffentlich) neu wachsendes Pflänzchen der Poesie, denn während gestrige Politiker wieder mehr Gedichte im Unterricht fordern und selbst keines kennen, lädt dieses Magazin jeden/jede Weit denkende(n) dazu ein sich langsam und vorsichtig sich der Welt der Lyrik anzunähern. Also eine perfekte Einladung für alle „Neulinge“ aber auch für all jene, die bisher die Gedichtwerke eher im heimischen Zimmer gelesen haben; nun können auch diese wieder ganz mondän und den Cafés sitzen und zeigen: ein Gedicht macht die Welt einfach ganz besonders.

Wurm, Oliver: dreizehn Gedichte. Hamburg 2021. mehr unter http://www.dreizehnplus13.de

Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.

Mit Jesus verändert sich die Blickrichtung des Lebens. Es gilt nicht mehr die Frage: Was muss ich alles tun, um in den Himmel zu kommen? Nein, es geht um kein irgendwann fernes anbrechendes Ziel, das es primär zu erreichen gilt. Nicht fern, sondern um einen anbrechenden Himmel hier – jetzt und hier – darum geht es. Der Wille Gottes, der Plan, den Gott mit dieser Welt hat, soll vom Himmel „runterkommen“. Der Himmel soll hier anbrechen, bzw. ist angebrochen und es gilt nun, diesen Anbruch sichtbar zu machen. Das ist die Botschaft Jesu und schlussendlich der ganzen Bibel. Auf die Frage Johannes ob Jesus der Messias ist und Jesus antwortet: Schaut und dann berichtet was ihr seht! (Mt 11,2). Jesus schafft den Himmel auf Erden, seine Wunderheilungen sind nicht in der Exegese zu beweisende Wunderkonzepte sondern die radikale Veränderung der Welt: „Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet.“ (Mt 11,3). Hier zeigt sich das, um was wir im Vaterunser, beten. Das Reich, der Wille Gotte geschieht auf Erden. Der Frieden, die Aussöhnung, der Tierfrieden wie Jesaia (Jes 11,6-8) ihn beschreibt ist möglich, das zeigt uns Jesus.

Der Plan ist schon da – Gottes Wille im Himmel – er muss sich aber manifestieren auf Erden, durch und mit uns.

Damit zeigt sich, dass wir mit einem negativen Weltbild aufhören müssen, es gilt nicht in „Sack und Asche“ zu gehen hier auf Erden, sondern dafür Sorge zu tragen, dass die neue Zeit, in der der Bräutigam (Mt 9,14-15) unter uns ist, wieder anbricht. Wir müssen nicht durch irgendeine trübsinnige Erdenzeit durch, um dann eventuell in den Himmel zu kommen, sondern wir sollen diese Erde und unser Leben bejahen, und Verantwortung übernehmen, dass dieser Plan Gottes auf Erden sichtbar wird.