Arroganz der Besitzenden?

Die neue JIM-Studie 2019 ist veröffentlicht. Dabei geht es um eine Studie, zum Medienumgang von 12- bis 19-Jährigen. Die Studie sollte, so denke ich, zum Aufhorchen führen, denn in Zeiten, in denen unser Bildungssystem davon „lebt“ oder gar überlebt, dass Kinder und Jugendliche zu Hause, am heimischen „Endgerät“ arbeiten, zeigt sich, dass der Besitz eben gerader solcher Geräte stark in den Familien abnimmt.

Ganz auffällig ist das gerade bei den 12-17 Jährigen. Dort sinkt der Besitz von Laptop, oder PC, oder Tablett von 2 – 9 %. Wenn wir ein bisschen oberflächlich die Zahlen zusammenzählen dann könnte es sein, dass gerade mal 48 % aller Kinder bis 13 Jahren überhaupt einen Zugriff auf einen PC oder Laptop haben. Das ist in den höheren Altersgruppen zwar besser. Trotzdem haben auch hier höchstens 2/3 aller Kinder die Chance, gerade aktuell für den Unterricht zu Hause, auf die notwendige Technik zuzugreifen.

Klar jubilieren verschiedene Kreise, wenn die Besitzzahlen von mobilen Endgeräten und Laptop/PC bei jüngeren Generationen rückläufig sind. Das ist aber schlussendlich nicht gut. Es geht doch in der Nutzung dieser Geräte nicht darum es gar nicht zu tun, sondern den Kindern und Jugendlichen einen guten und nützlichen Umgang mit diesen Geräten zu vermitteln.

Und darüber hinaus dürften wir uns auch mal die Frage stellen, ob dieser Rückgang an Geräten wirklich einer Sensibilisierung der Eltern geschuldet ist oder eventuell andere Gründe dahinter stecken. Eventuell zeigt sich auch hier das Abhängen einzelner Kreise aufgrund finanzieller Situationen.

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