„Es geschah aber in jenen Tagen“
Lukas 2,1
Und es geschah – im letzten Jahr. Zur Christmette ging ich ins Freiburger Münster. Schon lange vor der Liturgie war die Kirche voll. Und es überraschte mich: es waren so viele junge Menschen in der Kirche.
Mir ist bewusst, dass die Heilige Nacht ein Familientermin ist und die Besucherstruktur nicht von einem Wandel erzählt, sondern von einer Tradition: Das
Freiburger Münster, die Chöre und die Musik gehören dazu, zum Freiburger Weihnachtsfest.
Aber auch in diesen Kirchenraum hinein, wie in viele tausend andere in jener Nacht wurde der Satz des Lukasevangeliums gesprochen: Es geschah in jenen Tagen!
Weihrauch, Musik aus dem Weihnachtsoratorium, ganz viel für die Augen und eben dann die schlichten Worte. Kein Pomp nur der Hinweis: Er ist geboren – in jenen Tagen.
Es geschah – im letzten Jahr etwas mit mir durch diese Worte. Das mag manchen kitschig erscheinen. Aber ich saß da. Alleine, umgeben von fremden Menschen in jener Christnacht und hatte wirklich das Gefühl eines Echos von jenem Geschehen in jenen Tagen. Wie das genau war, ist unbeschreibbar. Ich ging beseelt aus dieser Liturgie nach Hause. Und das hielt einige Tage. Ich kann sagen: Das was geschah, geschah wieder – im letzten Jahr!
Und dieses Jahr? Ich sehne mich danach. Angesichts von Krieg, Einsamkeit, sozialer Schieflage sehne ich mich sogar mehr denn je danach.
Die Impulse von Advent-Online nehmen auch in diesem Jahr die biblischen Texte zur Grundlage. Kleine Textschnipsel erzählen von Momenten, Orten, Begegnungen in der Bibel. Und die Kolleg:innen stellen diese in ihren Lebenskontext. Sie werden von der Botschaft des Evangeliums erzählen und von Momenten, in denen diese in ihrem Leben nachklingt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit und viel Freude an den Momenten, Orten und Begegnungen von denen wir in diesem Advent erzählen.
Der Beitrag erschien im Rahmen des ökumenischen Angebots http://www.advent-online.de am 01. Dezember 2023