Karfreitag II.

Wir stehen vor der Bedeutungslosigkeit als Kirche, als Institution.“ – so sagt Pater Hagenkord SJ heute (10.04.2020) in einem Podcast-Interview. Und er führt weiter aus, dass das dem widerspricht, was Kirche aber sein könnte.

Dieser Aussage kann ich voll und ganz zustimmen; Rational! Emotional muss ich sagen, dass ich das nicht begreifen kann. Als Gläubiger Christ stehe ich heute vor dem Kreuz und spüre, je erfahre an meinem Leben, dass das was wir heute feiern eben alles andere als Bedeutungslos ist. Das, was wir feiern, geht alle Menschen an und rein theoretisch muss sich jeder Mensch in eine Position dazu stellen. Nicht nur ablehnen und/oder übersehen, sondern eine Aussage dazu treffen. Eine Aussage zur Hoffnung, Liebe, Menschlichkeit zu treffen, dass es da ein Mehrwert des Lebens gibt. Und dieser Mehrwert lässt sich in diesen Tagen erfahren.

Die rationale Ebene stößt an diesem Tag, mehr denn ja, auf eine Glaubensebene; Ratio und fides treffen sich und so ist Karfreitag für mich (auch) wieder ein Tag, gerade im Blick auf die aktuelle Lage, der mir fragen stellt, mich anfragt; Wie hälst du’s mit der Religion?

Manchmal kommt mir nur die Frage, ob sich unsere Verantwortlichen und WortführerInnen auch in diese Frage stellen.